Geschichtliches 

Köslin – von 1266 bis 1945 eine deutsche Stadt

Bürgermeister Braun
Bürgermeister 1816 - 1859     

1188 wurde sie erstmals urkundlich unter dem Namen Cossalitz erwähnt und 1266 von Bischof Hermann von Gleichen zur Stadt Cussalin umgewandelt, ausgestattet mit Lübischem Recht. Bis zum 15. Jahrhundert ändert sich der Name zu Cöszlin und ist seit dem Ende des 17. Jahrhunderts als Köslin aktenkundig.

1532 wurde die bis dahin katholische Stadt evangelisch, 24 Jahre später fürstbischöfliche Residenz. Sie war von 1574 bis 1622 Sitz der pommerschen Herzöge und wurde 1654 fünfte von insgesamt 14 hinterpommerschen Immediatstädten, d.h. unmittelbar dem Herrscherhaus unterstellt. Mit dem Aussterben des pommerschen Herzoggeschlechtes fiel Pommern und damit die Stadt Köslin im Zuge vertraglicher Erbfolge an das Kurfürstentum Brandenburg und wurde so 1701 Teil des Königsreiches Preußen.

Beachtlich ist das Wachstum der Bevölkerung. Zählte Köslin 1809 erst 3.585 Bewohner, so waren es 1859 schon 10.500. Von 22.925 im Jahr 1909 wuchs die Einwohnerzahl trotz des Ersten Weltkrieges bis 1919 auf 27.005 und in der Zeit der Weimarer Republik auf 30.400. 1939, bei der letzten Volkszählung zu deutscher Zeit, wurden 33.479 Einwohner ermittelt.

Im Februar 1945, kurz vor der Besetzung durch die Rote Armee, hielten sich wegen der Flüchtlingstrecks aus Ost- und Westpreußen ungefähr 65.000 Menschen in der Stadt auf. Vielen gelang die Flucht vor der anrückenden Sowjetarmee. Die danach noch verbliebenen Deutschen wurden von der polnischen Zwangsverwaltung bis auf einige wenige systematisch nach Westen vertrieben oder von den Sowjets nach Osten verschleppt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sollen im Juni/Juli 1945 nur noch etwa 12.000 Deutsche in Köslin gelebt haben.

 

 Gedicht

 

Markt in Köslin

Gedicht

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